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SuSE 10.1 ... das kleine "Aber"

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Ich bin eigentlich zufrieden mit meiner SuSE (auch wenn ich diesen Artikel gerade auf meinem Mac Mini tippe und mir vielleicht demnächst ein Macbook zulegen werde). Aber einige Entscheidungen, die die Entwickler (ich tippe auf Novell) getroffen haben, finde ich skurril.
Update: Und das, was mir jetzt zuhause beim Installieren der SuSE 10.1 auf meinem Desktop passiert ist, finde ich einfach nur noch zum Kotzen.

Da kommt zum Beispiel die neue SuSE 10.1 raus. Und beim Release Candidate fällt auf, das der Notebookchipsatz, der in fast jedem verdammten Notebook hängt (nämlich Intel i810/855/945) von der verwendeten X.org Version zwar unterstützt wird, aber nur ohne Hardwarebeschleunigung, obwohl das bei 10.0 funktionierte. Und die - erste - Resolution war, dass dieser Bug "früher hätte entdeckt werden müssen" und daher in 10.1 nicht mehr gefixt würde. Was uns dann dazu gebracht hat, die 10.1 nicht zu kaufen, denn unsere Notebooks sind mit ebendiesem Chipsatz ausgestattet.

Dieser Bug ist mittlerweile repariert, aber das ist nicht alles.

Novell setzt für die Paketverwaltung mittlerweile auf sein eigenes "ZenWorks" Produkt. Das mag ja ausgereift und nett sein und gute Management-Funktionen für grosse Netze besitzen, aber

  1. es ist in Mono (C#) geschrieben, was ja an sich erstmal zumindest kein technisches Problem ist ... aber:
  2. es ist ein fürchterlicher Speicherfresser.

Aus diesem Grunde ist SuSE 10.1, egal mit welchem Desktop, für unsere acht Laborrechner ebenfalls aus dem Horizont verschwunden, denn die haben "nur" 256MB RAM, und damit fährt der tägliche "update" Cronjob den Rechner regelmässig gegen die Wand. (Auf einem Rechner mit 1G RAM läuft er für ca 10-20s, auf dem 256MB Rechner beschäftigt er den Swapspace für fast drei Stunden und der Rechner ist in dieser Zeit unbenutzbar.)

Novell, so wird das nichts. Bitte geht einmal zur flinken, schlanken, sauberen 10.0 zurück und macht noch einen Anlauf. Auf dem Weg könnt ihr dann auch gleich das suspend-to-disk für die 10.1 so gestalten, dass es auf meinem Notebook immer noch läuft - da tut nämlich die 10.0 prima, die 10.1 aber nicht.

UPDATE: So, jetzt reichts

So, das wars. Gestern habe ich versucht mein (aktualisiertes und eigentlich gut gepflegtes) SuSE 10.0 auf 10.1 zu aktualisieren. Da ich sehr viele externe Paketquellen hatte habe ich gleich ein "sauberes" Upgrade - namens Neuinstallation - gemacht, meine Benutzer-Konfiguration wird ja davon unabhängig immer übernommen.

Die Installation verlief SuSE-typisch ohne irgendwelche Ereignisse - und ich hatte eine Stunde später ein SuSE 10.1 auf der Festplatte. Und dann fing der Spass an. Nach etwa zwei weiteren Stunden Rumprobieren und FAQs und Google wälzen hatte ich immer noch folgende Probleme:

  • Das Online-Update bekam es irgendwie nicht hin, nur die Pakete zum Update anzubieten, die ich auch wirklich installiert hatte, und stürzte reproduzierbar ab.
  • Es gibt ein fürchterliches Chaos von Programmen zur Paketverwaltung. YaST funktioniert immer noch, aber jetzt gibt es auch noch zen-installer, zen-updater und zen-remover, sowie das Backend ZMD mit Novell's "Red Carpet" und die Kommandozeilentools "rug" und "smart", sowie (natürlich) "apt". Es ist aber eigentlich egal, welche man verwendet, sie sind alle gleich lahmarschig.
  • Das Paketmanagement war derart lahmarschig, dass man beim Aufruf von "rug update" ruhig erstmal auf Klo gehen konnte. Mag ja sein, dass da ein großartiges Management-Interface (Novell ZENworks) mit einem netzwerkfähigen Daemon und zentralen Verwaltungsfeatures usw. hintersteckt, aber diese Geschwindigkeit ist einfach unzumutbar, sorry.
  • Das Nachinstallieren von externen Quellen ist aufgrund der Paketmanager-Umstellung auch keine so einfache Aufgabe mehr.

Ich habs aufgegeben und eine Ubuntu Dapper (6.06.1) CD rausgekramt. Sechs Fragen beantworten (Sprache, Wie heisst du, wie heisst dein Rechner, welche Festplatte/Partition darf ich benutzen, Zeitzone, ...) und 12 (!!!) Minuten später (!!!) hatte ich einen funktionsfähigen Desktop auf der Festplatte, weitere 10min später ein KDE (Paket: "kubuntu-desktop") und weitere 10min später waren die offensichtlichsten Kleinigkeiten ebenfalls behoben:

  • kein font-antialiasing (im KDE Control Center anstellen, 'dpkg-reconfigure fontconfig' aufrufen),
  • es wurde die "falsche" Soundkarte benutzt ("Default Sound Card" setzen bei gnome-audio-settings),
  • Es fehlten die üblichen Audio- und Video-Codecs, Flash-Plugins und so weiter. Hier hilft Automatix oder EasyUbuntu Wunder! Es automatisiert die Installation von dem ganzen Kram, den eh fast jeder immer nachinstalliert. Klasse!

Desweiteren ist Ubuntu (jetzt mit KDE Desktop) merkbar schneller als SuSE. Ich habe bewusst nicht gleich Kubuntu installiert, da die Installationsroutine von Kubuntu weder das Verändern bestehender Partitionen anbietet noch ReiserFS.

Ich bin immer noch der Meinung, dass YaST von SuSE ausgereifter und vor allem "kompletter" ist, was Management-Werkzeuge und Administration angeht. Bei Ubuntu fehlt z.B. komplett ein Programm zum Bearbeiten der Bootloader-Konfiguration. Aber das nötige und wichtige ist da und wie gesagt, es ist besonders beim Installieren von Paketen wirklich um Größenordnungen schneller.

Sobald SuSE's Umstellung auf ZENworks ausgereift ist und schnell (genug) funktioniert, werde ich sie mir wieder ansehen. Auf der Arbeit läuft sie ja eh auf (fast) allen Rechnern, inkl. mehrmals der SuSE Linux Enterprise Server. Aber bis dahin ist 10.1 für mich gestorben, nicht zuletzt wegen den Laptop-Problemen.

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Zuviel Novell im SuSE

seit SuSE 10.0, das ja schön stabil war, ist im SuSE Novell drin. Hat schon mal wer versucht, SuSE über das Netz zu installieren? Da hat es mal wer versucht, aber nicht gekonnt.

Nachdem ich SuSE 10.0 aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr mochte (einfach zuviel Novell drin und kein ordentlicher Support mehr), habe ich Debian über das Netz installiert. Das hatte schon was. Als ich dann aber Ubuntu Dapper Drake 6.06 probierte, war ich restlos davon überzeugt, daß SuSE (und auch opensuse) noch viel lernen können. Sie müssen nur wollen.

Weil opensuse aber von Novell unterstützt wird, und Novell wohl lieber den Enterprise-Server unter das Volk bringen will, ist nicht damit zu rechnen, daß opensuse ein OS für den normalen Nutzer oder für kleine Netze wird.

Ich jedenfalls bleibe bei Debian-Distris und wohl bei Ubuntu weil ich Novell für zu groß halte, um schnell genug zu reagieren. Die haben ja die Entwicklung im Netz ohnehin schon fast verschlafen.

So kann es gehen..

Meine SuSE 9.1 lief seit Jahren stabil auf Desktops und meinem Notebook (Notebook mit kleinen Einschränkungen). Durch Deinen Beitrag über die 10.0 wurde ich übermütig und kaufte (!) die 10.1. Seither erlebe ich lange vergessene Ereignisse. Totalabstürze, Einfrieren. Mit viel Schrauben habe ich der 10.1 jetzt die meisten Macken abgewöhnt, bin auch recht zufrieden damit. Aaber weshalb muss ich eigentlich die Arbeit und Zeit investieren die eigentlich Novell hätte tun müssen?
Künftig werde ich wohl Kunde bei Mac sein. Die erste Investition erlebt das Mac Notebook. Basta.

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