Frauen an den Herd
"Kurz vor Erscheinen ihres Buches erklärt Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman in einem Interview ihre Sicht der Welt: Frauen kommt ein Platz im Haus zu, Männer haben zu arbeiten. Frauen haben jung Kinder zu kriegen, dann erst kommt die Karriere. Und noch was: Sie sollten öfter mal den Mund halten."
Na klar.
Ich glaube ich verstehe, woher dieser Gedanke kommt und welche Probleme man damit versucht zu lösen. Als Frauen noch nichts zu sagen hatten, konnten sie schneller Kinder bekommen und es gab eine insgesamt jüngere Gesellschaft. Es gab mehr (und früher) Kinder und mehr Einkommen. Das Einkommen des Mannes reichte aus, um eine Familie zu ernähren. Das "Rentenloch" war kein Thema. Männer waren der Chef, aber hatten auch die Verantwortung für die Ernährung, Versorgung und Sicherheit der Familie.
Aber das alles auf dem Rücken der Frauen auszutragen, halte ich für Schwachsinn. Zumindest solange, wie Hauswirtschaft und Kindererziehung als "niederer" Beruf (wenn überhaupt als einer) angesehen wird und Frauen sich dadurch, dass sie keine (oder weniger) professionelle Karriere machen können als Männer, diskriminiert fühlen. Und solange, wie der Rest des Lebens, besonders im Beruf und besonders für Frauen, so kinderfeindlich ist, wie er hierzulande leider oft ist.
Arbeitsteilung gab es schon immer, und Arbeitsteilung nach Fähigkeiten sind sicherlich immer noch sinnvoll. Aber selbst wenn Frauen im allgemeinen eher in Richtung sozialen und gesellschaftlichen Fähigkeiten tendieren und Männer eher die "harten" Jobs anpacken (Wirtschaft, Technologie, etc), ist das kein Grund, diese Einteilung nicht jeden selber entscheiden zu lassen.
Sonst landen wir in den Fünfzigern in einer Gesellschaft wie dieser hier: http://www.youtube.com/watch?v=3HhPHCT-Kes
Ganz ehrlich? Mit so einer Frau würde ich mich zu Tode langweilen.

