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SuSE 10.1 - noch nicht

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Ich habe gerade SuSE 10.1 (release candidate 1) auf meinem Notebook ausprobiert. Kurzgefasst: Ich muss wohl die 10.0 neu installieren. Wie das Ding zu einem "release candidate" werden konnte, möchte ich gar nicht erst wissen.

Installation

Die Installation bzw. das Upgrade verlief SuSE-gewohnt noch relativ schmerzfrei. Die Liste der neuen Features liest sich auch sehr imposant - unter anderem, dass Xgl integriert wurde und Beagle (endlich) vernünftig auch unter KDE zu funktionieren scheint. Es wurden - anders als beim Upgrade voriger Versionen - gleich bei der Installation zusätzliche Paketquellen angeboten, wo man z.B. auch Packman oder die GURU-Pakete eintragen konnte. Damit ist eines der größten Probleme, dass nämlich einige Pakete von Drittanbietern beim Upgrade immer gelöscht wurden und danach neu installiert werden mussten (nämlich dann, wenn sie von versionsspezifischen distributionseigene Paketen abhingen), beseitigt.

Nur schade, dass auf der Packman-Seite noch die Indexdatei fehlt, die YaST benötigt um die dort liegenden RPMs zu erkennen. Das bemängelt er zwar am Anfang, aber erlaubt einem fortzufahren - und steigt dann nach der Installation der Basispakete mit einer Fehlermeldung aus und man landet in der textbasierten linuxrc Menüoberfläche.

Postmortem

Leider wars das auch schon mit lustig. Nach dem ersten Neustart fing der Spass an. Es begann mit einem eher harmlosen Bug, dass aus irgendeinem Grund SuSE der Meinung war, mdadm für RAID-Verwaltung zu starten (was auf meinem Laptop mangels RAID natürlich fehlschlug). Es ging weiter damit, dass das YaST, was danach startete, witzigerweise den X-Server zum Absturz brachte - und zwar auf eine Weise, die es nicht mal mehr ermöglichte, auf die Konsole zu wechseln. Dass es YaST war und nicht der "normale" X-Server, darauf kam ich erst, als ich versuchte nach einem Neustart in den Runlevel 3 (Textmodus) zu schalten - was nämlich auch nicht funktionierte, da die Installation ja offiziell noch nicht abgeschlossen war.

Frage an SuSE (bzw das OpenSuSE Team): Warum benutzt ihr nicht für die Installation zumindest die Videomodi, die auch beim Booten verwendet wurden, die ja zu dem Zeitpunkt erwiesenermassen funktioniert haben? Das wäre doch sicherlich möglich, auch für aktualisierte Systeme.

SaX

Ein manuell im Runlevel "S" gestartetes SaX2 -r (ohne den Parameter "-r" hätte es die bestehende - kaputte - Konfiguration versucht zu benutzen und wäre daran genauso kläglich gescheitert) brachte ein total kaputtes Bild zum Vorschein: Ich sah die Fensterrahmen der SaX-Fenster, ich sah aber keinen Fensterhintergrund und wenn ich den Rahmen mit der Maus anpackte, verschob sich nur der Rahmen. So war es unmöglich, SaX zu bedienen. Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt daran liegen könnte, daß es im Einzelbenutzermodus ("S") aus irgendeinem Grund nicht richtig funktioniert, oder ob es wirklich ein Bug ist. Ich habe jedenfalls die YaST-Logdateien aufbewahrt und werde demnächst mal https://bugzilla.novell.com bemühen.

Bis dahin mache ich mal eine frische Neuinstallation. Mal sehen, was das bewirkt.

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Warum überhaupt Suse

Weil ich deine Seite klasse finde, möchte ich dir nen Tip geben: "Schmeiss Suse weg !"
Ich bin schon seit Jahren von Suse weg und zu Debian gewechselt.
Am einfachsten ist es mit Kanotix, lad dir die CD runter und probiere sie aus. Wenns dir gefällt kannst es gleich installieren.

Danke :-) - darf ich verweisen

auf meinen Artikel "Debian -> SuSE" bei http://www.jensbenecke.de/l-debian-suse.php?

Ich bin von 1997 bis 2004 treuer Debian-User gewesen und auf diesem Server läuft es immer noch (mit einigen manuellen Änderungen). Aber erstens muss ich in der Firma eh SuSE verwenden (inkl. zwei mal den SuSE Enterprise Server) und zweitens ist die SuSE-Installation seit 9.1 bis 10.0 deutlich stressfreier gewesen und ging deutlich schneller als mit Debian.

Die Installation ist unwichtig - ich weiss - aber ich bin momentan noch nicht wieder genügend von SuSE genervt, als dass ich zurückwechseln wollen würde. Vielleicht kommt das noch... dann werde ich mal Ubuntu oder so probieren. ;-)

Aber danke für deinen Tipp!

Jens

Addendum

X11 funktioniert mittlerweile (aber ohne Beschleunigung - d.h. weder Filme gucken noch die neuen Oberflächeneffekte gehen, siehe Bug 168618), Beagle hab ich mangels grosser Dokumentensammlungen noch nicht wirklich probiert, aber für meinen Laptop ist die Situation wohl klar: erstmal gehts zurück auf 10.0. Grmbl. Hätte ich bloss ein Backup gemacht ... aber wer sichert schon knapp 20GB an Müll, nur um "mal kurz" ein Update auszuprobieren ...

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