Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Unterschriften gegen Massenüberwachung

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Kaum sind wir von den Softwarepatenten - vorerst - verschont geblieben, planen die europäischen Justizminister schon wieder die nächste Attacke auf genau das, was sie eigentlich schützen wollen: unsere Grundrechte. Als Argument für die Zestörung der Freiheit wird natürlich wieder die Sicherheit und der "Kampf gegen den Terrorismus" herbeigezogen, notfalls an den Haaren und mit Gewalt.

Diese Attacke ist die totale Überwachung sämtlicher Kommunikationsdienste. Wenn die Richtlinie Wirklichkeit wird, werden alle Telefonunternehmen und Internet-Provider gezwungen werden, alles aufzuzeichnen. Zum Beispiel

  • welche Verbindungen dein Computer macht (Webseiten, eMail, Filesharing, ICQ, alles)
  • zu welchen Zeiten man online ist
  • wieviele Daten man überträgt
  • welche TElefonnummern man wann und wie oft anruft
  • ggf. sogar, wo man sich gerade befindet (Handy-Ortung!)

Und das ist nur der Anfang. Geplant ist die Speicherung solcher Daten für sechs Monate.

Sind die verrückt?

Nehmen wir einmal an, diese Richtlinie wird Wirklichkeit. Nehmen wir einmal weiter an, ein typischer lokaler Internetprovider hat 200.000 Kunden (Hansenet hat anscheinend etwa soviele). Nehmen wir an, es würden nur Webseiten-Abrufe und eMails protokolliert (was Blödsinn ist, denn sobald die Protokollierung auf spezielle Dienste eingeschränkt würde, würden die, die man eigentlich dadurch finden will, diese Dienste natürlich nicht mehr nutzen).

Der typische Hansenet-Kunde sei drei Stunden täglich online, schreibt fünf Mails am Tag, liest in einer Mailingliste oder Verteiler mit 20 Mails am Tag, und surft etwas im Netz (100 Seitenabrufe). Jede abgerufene Webseite verursacht ungefähr 20 Serververbindungen, Empfang und Versand von Mails jeweils ein bis zwei (DNS-Requests nicht mitgezählt).

Nehmen wir weiterhin an, eine Protokollzeile mit Kunde, Ziel-IP, Datenmenge, Datumsstempel, verursache 100 Bytes (das ist wahrscheinlich viel zu wenig, aber wir nehmen mal eine tolle Datenkompression an). Das hiesse, pro Kunde und Tag fielen

100 Bytes * (25 EMails + (100 * 20 Webseiten-Verbindungen)) = 202500 Bytes

Daten an. Das ist eine sehr vorsichtige Schätzung - für Chat, Filesharing usw. können diese Zahlen locker mal hundert genommen werden. Das hiesse in sechs Monaten pro Kunde

6*30*100*202500 = 4 GB

an Logdateien. Mal 200.000 Kunden:

800 Millionen Megabyte für die Kripo zum Wühlen in deiner Privatsphäre.

Wer bezahlt die Festplatten für diese Datengräber? Die Kunden natürlich. Wer bezahlt die zusätzlichen Kripo-Beamten, die diese Logfiles durchsuchen, korrekt interpretieren und bewerten müssen und die dafür nötige Ausbildung? Der Steuerzahler natürlich. Wer denkt sich eigentlich so einen Schwachsinn aus? Unsere Politiker ... bzw. indirekt diejenigen, die unsere momentanen Politiker gewählt haben.

Fazit: Informiert euch und wählt die richtigen. Auch wenn es nur "das kleinere Übel" darstellt, und auch wenn man sich dafür mal an die frische Luft begeben muss und ein Wahllokal besuchen.

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Filesharing

Addendum: Wenn durch die o.g. Massnahmen das illegale Verteilen von Filmen, Musik und Software eingedämmt werden soll, dann müssten natürlich auch die üblichen Filesharing-Ports überwacht werden. Halt, nicht nur die, sondern alle (denn sobald bekannt würde, daß z.B. Port 4662 (eDonkey, glaube ich) überwacht wird, würden alle Leute einfach in ihrer Software einen anderen Port einstellen).

Filesharing-Programme öffnen hunderte bis tausende von Verbindungen in der Minute. Ständig wieder. Aus den Verbindungsversuchen kann man aber noch nicht ablesen, daß jemand einen bestimmten Film oder ein bestimmtes Musikstück kopiert oder geklaut hat - dafür braucht man die Inhalte der Datenpakete, und nicht nur Zeitpunkt und IP-Adressen.

Für die Speicherung alleine der Verbindungsdaten eines Filesharing-Nutzers könnten wir also locker mal die hundert- bis tausendfache Datenmenge veranschlagen. Und damit ist noch nicht einmal nachweisbar, daß er etwas illegales getan hat - lediglich daß er ein Filesharing-Programm genutzt hat, und die sind ja auch für legale Downloads nutzbar (z.B. Linux-ISO-Images, Software Updates usw).

Tja ...

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