Peitschenhiebe zu Ostern
"In Tschechien werden die Mädchen am Ostermontag mit der Peitsche verfolgt. Während die Kinder am Montagvormittag von Haustür zu Haustür ziehen, um mit Liedern und Gedichten Süßigkeiten zu ergattern (ähnlich Halloween), müssen sich alle "Mädels" zwischen etwa sechs und 100 Jahren in Acht nehmen und verstecken, ..."
"... denn die Jungs aus dem Ort haben sich mit Ruten aus Weidenzweigen bewaffnet und sind auf der Jagd nach ihnen. Wird das Versteck entdeckt, so setzt es Hiebe mit der Rute - mal heftiger, mal weniger heftig. Kurioserweise erhalten die "Peiniger" als Dank allerlei Leckereien und Schnaps, so dass sie gegen Mittag, wenn der ganze Spuk offiziell vorbei ist, bereits ordentlich "Schlagseite" haben."
Dann wird an zentralen Treffpunkten des Ortes "mit viel Spaß gemeinsam gefeiert", berichten sogar diejenigen, die Jahr für Jahr "Prügel" beziehen. Woher diese Tradition stammt, die die Tschechen "Pomlazka" (nach der Weidenzweigrute) nennen, weiß heute kaum mehr jemand. Vermutlich aber ist sie vorchristlichen, heidnischen Ursprungs. Es stand dabei sicherlich nicht die Erpressung von Naturalien, sondern vielmehr die Berührung mit der Lebensrute im Vordergrund. "Die Wachstumskräfte des Baumes, den der Zweig vertritt, gehen durch die Berührung auf die Menschen über", so zumindest wollte es der ostpreußische Volksglaube "Schmackostern", der mit dem tschechischen Brauch in enger Verwandtschaft stehen dürfte.
Von http://www.holiday-home.org/de/laender/tschechien/sommer/angebote/ostern.htm

